Umfrage vor Brexit-/Bremain GB Referendum

In Großbritanien stand schon vor einigen Tagen das GB Referenendum über den Verbleib in der Europäischen Wirtschafts Gemeinschaft (EWG) auf dem Plan. Umfrage-Ergebnisse tendierten für den Verbleibt. In den Medien und von einzelnen Politikern wurde entgegen der allgemeinen Stimmung in Deutschland ordentlich Stimmung für den Austritt gemacht. Die Befürworter des Austrittes dachten dabei jedoch nicht an die langfristigen Nachteile, die sich durch einen Ausstieg ergeben würden.

In der vergangen Umfragen konnte man sehen, welche Gruppen unentschlossen, für oder gegen den Austritt aus der EU sind. Reiche & Jüngere Teilnehmer der Umfrage sind die stärksten Befürworter, Ältere und Arme hingegen die stärksten Gegner. Nachtrag: Die Umfragen vom Economist lagen leider voll daneben und die Ergebnisse wurden von der Seite genommen. Im Archiv gibt es sicher noch die anklickbare Grafi-Version der Umfrage.

Umfrage 1 Tag vor dem Brexit

Vor- und Nachteile des Brexits

  • Umstritten ist in GB vor allem die EU-Arbeitszeitrichtlinie, die laut Schätzungen jährlich mit ca. 1,8 Milliarden Pfund zu Buche schlägt.
  • Der Londoner Bürgermeister Johnson ließ sich Szenarien für einen Austritt und einen Verbleib des Vereinigten Königreiches in der EU von verschiedenen Finanzexperten präsentieren. Im Sommer 2014 war er noch der Meinung, dass mithilfe des Austrittes eine erfolgreiche eigene Handelspolitik etabliert werden könnte, welche die Wirtschaftsleistung unter Umständen noch erhöhen würde. Jedoch wurde auch das Risiko aufgezeigt, dass dieser Plan nicht so einfach umzusetzen wäre.
  • Die Liberalen Vereinigung Open Europe schätzt für Großbritannien im Falle seines Austrittes mit einem Wohlstandsverlust von 56 Milliarden GBP und einem Wachstumsrückgang des BIP von 2018 auf unter 1,5%. Der zukünftige Marktzugang zum Binnenmarkt müsste evtl. neu ausgehandelt werden. Dies betrifft ebenso den Zugang für die Finanzdienstleistungsbranche der City of London. Hier befindet sich das eigentliche Zentrum der Forex, vom Handelsvolumen ausgehend. Für uns Forex-Trader sehe hauptsächlich in diesem Punkt bei einem Brexit einen Nachteil.
  • Im Optimalfall könnte ein Austritt die jährliche Wirtschaftsleistung bis 2030 um 1,6% erhöhen, im worst-case jedoch um 2,2% senken.
  • Ein Austritt würde das britische Pfund gegen den Euro weiterhin unter Druck setzen, was sich bis 2017 weiter fortsetzen wird.
  • Barack Obama  warnte vor den negativen Konsequenzen eines Austrittes für den Britischen Außenhandel am 22. April 2016: „Unser Hauptinteresse gilt dem großen Block, der EU. Wenn Großbritannien alleine wäre, stünde es in der Schlange ganz hinten.“
  • Premierminister David Cameron warnte, dass ein Austritt eine Verschlechterung im Renten- und Gesundheitssystem zur Folge haben könnte. Unabhängige Experten errechneten fehlende Beträge in Höhe von 40 Milliarden GBP. Aus diesem Grund hat er in einer 18-stündigen Verhandlung mit der EU, zum Teil verschiedene Punkte, die das Sozialsystem betreffen, ausgehandelt. Einwandernde Bürger sollen beispielsweise weniger Hilfsgelder bekommen und auch weniger Kindergeld, wenn sich die Kinder nicht im Aufenthaltsland befinden.

 



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